Der Elevator-Pitch

Extrem kurze Präsentationssituationen (20–90 Sekunden) – wenn Orientierung in Sekunden entstehen muss.

Einordnung

Der Elevator-Pitch beschreibt extrem kurze Präsentationssituationen – meist zwischen zwanzig und neunzig Sekunden – vor ein bis drei Personen. Er entsteht in Kontexten, in denen eine erste Einordnung erforderlich ist: Ist das relevant? Worum geht es? Sollte man Zeit investieren?

Der Elevator-Pitch ist kein verkürzter Vortrag. Er ist ein eigenes Format, in dem nicht erklärt, sondern gesetzt wird: Produkt, Relevanz und Richtung.

Der eigentliche Druck dieser Situation

Der Druck entsteht aus der Radikalität der Kürze. In wenigen Sekunden muss ein Inhalt so gefasst werden, dass das Gegenüber eine Einordnung vornehmen kann.

Typische Fehler sind: zu viele Informationen · abstrakte Begriffe ohne Gegenstand · fehlende Klarheit über die Zielgruppe · ein Thema statt eines Produkts oder Angebots · ein Ende ohne klaren Punkt.

Der Elevator-Pitch scheitert selten an mangelnder Eloquenz, sondern an fehlender Bewusstheit: Mit wem spreche ich gerade – und was braucht diese Person in genau diesem Moment?

Was hier entscheidend ist

In der Kürze werden Struktur und Dramaturgie nicht kleiner, sondern strenger. Entscheidend sind:

  • Produkt in einem Satz – konkret, nicht thematisch
  • Zielgruppenbewusstheit – wer hört zu und warum?
  • Relevanzsignal – warum lohnt sich Aufmerksamkeit?
  • Punkt statt Erklärung – Setzung vor Ausführung
  • Anschlussfähigkeit – eine nächste Frage ermöglichen

Abgrenzung

Der Elevator-Pitch ersetzt keine Präsentation. Er schafft Orientierung, ob eine Präsentation sinnvoll ist. Wer Inhalte komprimiert, verliert. Wer Produkt, Zielgruppe und Punkt klar setzt, gewinnt Anschluss.

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