Der Speed-Pitch

Präsentationssituationen mit stark begrenzter Zeit (5–15 Minuten) – Zeitdruck als dramaturgisches Werkzeug.

Einordnung

Der Speed-Pitch beschreibt Präsentationssituationen mit stark begrenzter Zeit – meist zwischen fünf und fünfzehn Minuten – vor einem sehr kleinen Publikum. Häufig geht es um eine einzelne Entscheidung: nächster Schritt oder Abbruch, Vertiefung oder Ablehnung.

Gemeinsam ist diesen Situationen nicht das Thema, sondern der Zeitdruck.

Der eigentliche Druck dieser Situation

Der Druck entsteht durch die Gleichzeitigkeit mehrerer Anforderungen: ein Inhalt oder Produkt muss verständlich werden, Relevanz muss sofort sichtbar sein, eine Entscheidung soll vorbereitet werden – alles innerhalb eines engen Zeitfensters.

Typische Probleme: Auch sehr gute Inhalte scheitern hier nicht, weil sie falsch sind, sondern weil sie nicht geführt werden. Der Versuch, in kurzer Zeit möglichst viel zu erklären, erzeugt Überforderung statt Klarheit.

Was hier entscheidend ist

Im Speed-Pitch wird Zeit selbst zum dramaturgischen Werkzeug. Entscheidend sind:

  • Produktklarheit – was ist das Produkt dieser Präsentation?
  • Dramaturgische Führung – wie wird Aufmerksamkeit gelenkt?
  • Entscheidungslogik – wofür reicht die verfügbare Zeit?
  • Bewusste Auswahl – Reduktion statt Vollständigkeit

Der Speed-Pitch verzeiht keine Unschärfe. Unklare Ziele und fehlende Prioritäten werden unmittelbar sichtbar.

Abgrenzung

Der Speed-Pitch ist kein beschleunigter Vortrag. Er folgt einer eigenen Logik, in der Zeitdruck Klarheit erzwingt. Wer Inhalte lediglich verkürzt, verliert Wirkung.

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