Die kleine Präsentation (mit Mitbewerbern)
10–30 Minuten im Vergleich – wenn Unterscheidbarkeit und Entscheidungslogik zählen.
Einordnung
Die kleine Präsentation beschreibt Situationen von zehn bis dreißig Minuten vor einem kleinen Publikum, meist in Auswahl- oder Vergleichskontexten. Mehrere Optionen liegen vor, ein Gegenüber muss bewerten, priorisieren und entscheiden.
Der Kern ist nicht die Länge, sondern die Logik des Vergleichs.
Der eigentliche Druck dieser Situation
Der Druck entsteht durch Konkurrenz: Nicht nur die eigene Qualität zählt, sondern die Unterscheidbarkeit gegenüber anderen.
Typische Schwachstellen sind: fehlende Differenzierung (alles klingt ähnlich gut) · zu starke Innenperspektive · unklare Relevanz für die Entscheider · eine Dramaturgie, die erklärt, aber nicht führt · ein Ende, aus dem nicht klar wird, was bevorzugt werden soll.
Auch hier scheitern gute Inhalte nicht an Fakten, sondern an Führung: Was ist das Produkt, worin liegt der Unterschied – und warum ist es relevant genau für die Entscheider?
Was hier entscheidend ist
Vergleichssituationen verlangen Klarheit in vier Punkten:
- Produkt und Nutzenbild
- Differenzierung – konkret, nicht behauptet
- Dramaturgie der Entscheidung – was soll gedacht und entschieden werden?
- Priorisierung – Auswahl statt Vollständigkeit
Abgrenzung
Im Unterschied zum Speed-Pitch ist hier nicht Zeitdruck das Hauptwerkzeug, sondern Vergleich. Die kleine Präsentation ist kein kurzer Vortrag, sondern ein Entscheidungsformat.